Du kannst die Bedeutung jedes englischen Wortes kennen und trotzdem ins Stocken geraten, wenn du einen Satz bilden möchtest. Ein sinnvoller nächster Schritt ist, Wörter in üblichen Verbindungen zu lernen: take a break, I'm on my way oder Could you help me? Das sind Beispiele für sprachliche Chunks.
Dieser Ratgeber erklärt den Begriff, stellt 50 nützliche englische Ausdrücke vor und zeigt dir, wie du sie in kurzen Gesprächen üben kannst. Die Liste ist eine praktische Auswahl für Alltagssituationen, keine Rangliste der 50 häufigsten Ausdrücke.
Was sind Chunks im Englischen?
Ein Chunk ist eine gebräuchliche Wortverbindung, die du als Einheit lernen und verwenden kannst. Das kann eine vollständige Antwort, eine kurze Wortgruppe oder ein Satzanfang sein, den du mit eigenen Informationen ergänzt. In den Unterrichtsmaterialien des British Council umfasst dieser weit gefasste Begriff feste Wendungen, Kollokationen und wiederkehrende grammatische Muster. Lies die Erklärung zu Chunks beim British Council.
Vergleiche diese drei Beispiele:
- You're welcome. ist eine vollständige Antwort auf einen Dank: „Gern geschehen.“
- make a decision ist eine übliche Verbindung aus Verb und Substantiv: „eine Entscheidung treffen“.
- I'd like to ... ist ein Satzmuster. Du kannst es mit book a room, ask a question oder einer anderen Handlung ergänzen.
Eine gelernte Wortverbindung gibt dir einen Ausgangspunkt für einen Satz und zeigt, wie die Wörter zusammenpassen. Du musst ihre Bedeutung trotzdem verstehen und einen Ausdruck wählen, der zur Situation passt.
Was bedeuten chunk und chunks?
Im Alltagsenglisch kann chunk ein größeres Stück oder einen Teil von etwas bezeichnen. Beim Sprachenlernen ist damit eine sprachliche Einheit gemeint. Chunk ist die Einzahl, chunks die Mehrzahl. Die Aussprache lautet /tʃʌŋk/ beziehungsweise /tʃʌŋks/. Die Buchstabenfolge ch steht hier für denselben Laut wie am Anfang von chair. Cambridge Dictionary: Bedeutung und Aussprache von chunk.
In diesem Artikel verwenden wir den Begriff für Ausdrücke, die du als sinnvolle Einheiten üben kannst. Eine beliebige Wortfolge aus einem Satz ist nicht automatisch ein nützlicher Lern-Chunk. Suche nach einer Verbindung mit erkennbarer Funktion oder Struktur.
50 nützliche englische Chunks mit Übersetzung
Die folgenden Ausdrücke sind nach Situationen geordnet. Die drei Punkte markieren eine Stelle, an der du eigene Wörter ergänzen musst. Übersetzungen und Erläuterungen geben die hier gemeinte Bedeutung wieder; je nach Kontext kann eine andere deutsche Formulierung natürlicher sein.
1–10. Kennenlernen, Danken und Verabschieden
- Nice to meet you. — Schön, dich kennenzulernen. Eine höfliche Begrüßung beim ersten Kennenlernen.
- How's it going? — Wie läuft’s? Eine informelle Frage danach, wie es jemandem geht.
- Long time no see! — Lange nicht gesehen! Eine lockere Begrüßung nach längerer Zeit.
- Good to see you. — Schön, dich zu sehen. Du zeigst, dass du dich über das Wiedersehen freust.
- What have you been up to? — Was hast du in letzter Zeit so gemacht? Eine freundliche Frage nach den jüngsten Aktivitäten.
- Thanks for letting me know. — Danke fürs Bescheidgeben. Du bedankst dich für eine Information.
- That's very kind of you. — Das ist sehr nett von dir. Du würdigst die Freundlichkeit oder Hilfe einer Person.
- You're welcome. — Gern geschehen. Eine Antwort auf einen Dank.
- Take care. — Mach’s gut; pass auf dich auf. Eine freundliche Verabschiedung mit guten Wünschen.
- See you later. — Bis später. Eine informelle Verabschiedung.
Achte auf den Unterschied zwischen Nice to meet you beim ersten Kennenlernen und Good to see you, wenn du jemanden begrüßt, den du schon kennst. Wähle den Ausdruck passend zum Anlass, statt jedes Wort einzeln zu übersetzen.
11–20. Um Hilfe, eine Erklärung oder etwas Benötigtes bitten
- Could you help me? — Könntest du mir helfen? Eine höfliche Bitte um Hilfe.
- Could you say that again? — Könntest du das noch einmal sagen? Du bittest darum, das Gesagte zu wiederholen.
- Could you speak more slowly? — Könntest du langsamer sprechen? Du bittest um ein geringeres Sprechtempo.
- What does ... mean? — Was bedeutet ...? Du fragst nach der Bedeutung eines Wortes oder Ausdrucks.
- How do you say ... in English? — Wie sagt man ... auf Englisch? Du fragst nach der englischen Entsprechung.
- I'm looking for ... — Ich suche ... Du erklärst, was du finden möchtest.
- Could I have ...? — Könnte ich ... bekommen? Du bittest höflich um etwas.
- I'd like to ... — Ich würde gern ... Du sagst höflich, was du tun möchtest.
- Would you mind ...? — Würde es dir etwas ausmachen, ...? Eine höfliche Bitte; die gewünschte Handlung folgt in der -ing-Form.
- Let me check. — Lass mich kurz nachsehen. Du kündigst an, die Information zuerst zu überprüfen.
Ergänze ein Muster mit konkreten Angaben: I'm looking for the station. — „Ich suche den Bahnhof.“ Oder frage: Could I have a glass of water? — „Könnte ich ein Glas Wasser bekommen?“ Beginne am besten mit Bitten, die du auf deiner nächsten Reise oder im Unterricht tatsächlich gebrauchen könntest.
21–30. Meinungen äußern und reagieren
- I think ... — Ich denke, ... Damit leitest du deine Meinung oder Einschätzung ein.
- In my opinion, ... — Meiner Meinung nach ... Du kennzeichnest eine Aussage ausdrücklich als eigene Meinung.
- As far as I know, ... — Soweit ich weiß, ... Du beziehst dich auf deinen derzeitigen Kenntnisstand.
- I'm not sure. — Ich bin mir nicht sicher. Du bringst Unsicherheit zum Ausdruck.
- That makes sense. — Das ist einleuchtend; das ergibt Sinn. Etwas erscheint dir logisch oder verständlich.
- I see what you mean. — Ich verstehe, was du meinst. Du zeigst, dass du den Gedanken deines Gegenübers verstehst.
- I agree with you. — Ich stimme dir zu. Du teilst die Meinung der anderen Person.
- I'm afraid ... — Leider ...; ich fürchte, ... In dieser Verwendung wird eine unangenehme Nachricht oder Absage abgemildert.
- It depends on ... — Das hängt von ... ab. Du erklärst, wovon ein Ergebnis oder eine Entscheidung abhängt.
- To be honest, ... — Ehrlich gesagt, ... Du leitest eine offene Aussage ein.
I see what you mean drückt Verständnis aus, aber nicht unbedingt Zustimmung. Bei I'm afraid I can't help today geht es um eine abgemilderte Absage — „Leider kann ich heute nicht helfen“ — und nicht um Angst. Auch der Ton ist wichtig: To be honest macht eine Kritik nicht automatisch höflich.
31–40. Pläne, Zeit und kurze Mitteilungen im Alltag
- I'm going to ... — Ich habe vor, ... Mit einem anschließenden Verb drückt die Wendung eine Absicht aus.
- I'm thinking of ... — Ich überlege, ... Du ziehst etwas in Betracht.
- I'm looking forward to ... — Ich freue mich auf ... Du freust dich auf etwas Zukünftiges.
- I don't have time to ... — Ich habe keine Zeit, ... Du hast nicht genügend Zeit für eine Handlung.
- I'm on my way. — Ich bin unterwegs. Du bist bereits auf dem Weg zum Ziel.
- I'm running late. — Ich verspäte mich. Du liegst hinter deinem Zeitplan.
- Let's keep in touch. — Lass uns in Kontakt bleiben. Du schlägst vor, den Kontakt aufrechtzuerhalten.
- Every now and then — Ab und zu; von Zeit zu Zeit.
- At the moment — Im Moment; zurzeit.
- In advance — Im Voraus; bevor etwas stattfindet oder benötigt wird.
Du kannst mehrere Chunks in einer kurzen Nachricht verbinden: I'm running late, but I'm on my way. — „Ich verspäte mich, bin aber schon unterwegs.“ Die Ausdrücke liefern eine vertraute Struktur; welche Nachricht du vermitteln möchtest, entscheidest du.
41–50. Nützliche Verbindungen für alltägliche Aufgaben
- Have a look — Einen Blick darauf werfen. Ergänze at, wenn du benennst, was angeschaut wird.
- Take a break — Eine Pause machen. Du unterbrichst eine Tätigkeit kurz, um dich auszuruhen.
- Make a decision — Eine Entscheidung treffen. Du legst fest, was du tun wirst.
- Pay attention to ... — Auf ... achten. Du richtest deine Aufmerksamkeit auf etwas.
- Keep in mind that ... — Denk daran, dass ... Du sollst beim Überlegen oder Entscheiden eine Information berücksichtigen.
- Get used to ... — Sich an ... gewöhnen. Etwas wird allmählich vertrauter oder angenehmer.
- Make sure ... — Vergewissere dich, dass ...; sorge dafür, dass ... Du prüfst etwas oder handelst, damit es sichergestellt ist.
- Take your time. — Lass dir Zeit. Es besteht kein Grund zur Eile.
- There's no need to ... — Es ist nicht nötig, ... Eine Handlung ist nicht erforderlich.
- By the way, ... — Übrigens, ... Du ergänzt einen Gedanken oder wechselst das Thema.
Notiere nützliche Verbindungen immer zusammen. Schreibe etwa make a decision als Einheit auf und verwende sie anschließend in We need to make a decision today. — „Wir müssen heute eine Entscheidung treffen.“
Kurze Dialoge mit Chunks
Übe in jedem Dialog beide Rollen und ändere anschließend ein Detail. So verbindest du einen Ausdruck mit einer Situation und einer passenden Reaktion.
Im Café
A: Could I have a glass of water, please?
B: Of course. Here you are.
Der Gast bittet höflich: „Könnte ich bitte ein Glas Wasser bekommen?“ Die andere Person antwortet: „Natürlich. Bitte schön“, und reicht das Wasser.
Vor einem Treffen
A: I'm running late, but I'm on my way.
B: Thanks for letting me know. See you soon.
Die erste Person gibt Bescheid: „Ich verspäte mich, bin aber schon unterwegs.“ Die zweite antwortet: „Danke fürs Bescheidgeben. Bis gleich“, und erwartet das baldige Treffen.
Über Pläne sprechen
A: I'm thinking of taking an English course.
B: That makes sense. Would you prefer online lessons?
Die erste Person sagt: „Ich überlege, einen Englischkurs zu machen.“ Das ist eine Überlegung, noch keine endgültige Entscheidung. Die zweite reagiert: „Das klingt sinnvoll. Wären dir Online-Lektionen lieber?“, und fragt nach einer Präferenz.
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Grammatische Details, die zum Chunk gehören
Ein Satzmuster hilft dir, wenn du weißt, was darauf folgen kann. Notiere die Struktur zusammen mit deinem Beispiel:
- I'd like to + verb: I'd like to book a room. — „Ich würde gern ein Zimmer buchen.“ Nach to folgt die Grundform des Verbs.
- Would you mind + -ing: Would you mind closing the door? — „Würde es dir etwas ausmachen, die Tür zu schließen?“ Damit bittest du die andere Person höflich um eine Handlung. Cambridge Grammar: die Verwendung von mind.
- I'm thinking of + -ing: I'm thinking of changing jobs. — „Ich überlege, die Stelle zu wechseln.“ Nach of steht das Verb in der -ing-Form.
- I'm looking forward to + noun or -ing: I'm looking forward to our trip. — „Ich freue mich auf unsere Reise.“ Oder: I'm looking forward to travelling with you. — „Ich freue mich darauf, mit dir zu verreisen.“ Hier ist to eine Präposition. Ein folgendes Verb steht deshalb in der -ing-Form. Cambridge Grammar: die Verwendung von look forward to.
- Get used to + noun or -ing: I'm getting used to speaking English. — „Ich gewöhne mich daran, Englisch zu sprechen.“ Das Sprechen auf Englisch wird dir zunehmend vertrauter.
Unterscheide get used to von used to + verb: I used to work at night — „Früher habe ich nachts gearbeitet“ — beschreibt eine frühere Gewohnheit. Ähnlich aussehende Ausdrücke können unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Du kannst einen Ausdruck verändern, soweit es die Grammatik erlaubt: Aus I make a decision wird I made a decision, wenn du über ein abgeschlossenes Ereignis in der Vergangenheit sprichst. Chunks und Grammatik ergänzen sich beim Lernen.
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Wie übst du Chunks, damit du sie verwenden kannst?
- Wähle eine Situation. Suche drei bis fünf Ausdrücke für ein Treffen, einen Cafébesuch oder ein Gespräch über Pläne aus. Du musst nicht die ganze Liste auf einmal lernen.
- Schreibe ein vollständiges Beispiel. Ergänze I'd like to ... mit etwas, das zu dir passt, etwa I'd like to learn to drive. — „Ich würde gern Autofahren lernen.“
- Höre dir den ganzen Ausdruck an. Nutze ein verlässliches Wörterbuch mit Audio oder ein Lernvideo. Achte auf die Betonung und darauf, wie die Wörter verbunden werden. Sprich den Ausdruck anschließend in einem angenehmen Tempo nach.
- Rufe ihn über die Situation ab. Decke den englischen Ausdruck ab. Überlege, was du sagen würdest, wenn jemand einen Satz wiederholen soll oder du deine Verspätung mitteilen möchtest.
- Greife ihn später wieder auf. Erinnere dich in einer späteren Lerneinheit erneut an den Ausdruck und verwende ihn in einem anderen Beispiel. Erkennst du ihn nur beim Lesen wieder, übe häufiger, ihn selbst abzurufen und auszusprechen.
Für eine einfache Lernkarte schreibst du auf eine Seite die Situation: „Du hast etwas nicht verstanden und möchtest um Wiederholung bitten.“ Auf die andere kommt Could you say that again? So übst du, den Ausdruck in einer konkreten Situation zu verwenden, statt nur eine Übersetzung wiederzuerkennen.
Auch einzelne Wörter bleiben wichtig. In den Vokabelübungen von LuvStudy kannst du englische Wörter mit Übersetzung und Audio trainieren. Nutze die Ausdrücke und Dialoge dieses Artikels zusätzlich, um selbstständig das Sprechen zu üben.
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Übungen mit Lösungen
1. Ergänze die Ausdrücke
Verwende jedes Wort genau einmal: mind, way, decision, looking, sure.
- Could you help me? I'm ___ for the station.
- I'm on my ___.
- Would you ___ closing the door?
- We need to make a ___ today.
- Make ___ you have your ticket.
Lösungen: 1 — looking; 2 — way; 3 — mind; 4 — decision; 5 — sure.
2. Wähle einen passenden Ausdruck
- Die andere Person spricht zu schnell. Bitte sie, langsamer zu sprechen.
- Du verstehst die Erklärung und findest sie logisch.
- Du möchtest der anderen Person sagen, dass sie sich nicht beeilen muss.
Mögliche Antworten: 1 — Could you speak more slowly? 2 — That makes sense. 3 — Take your time.
3. Erfinde ein eigenes kurzes Gespräch
Verwende I'm thinking of ..., That makes sense und I'd like to ... in einem Gespräch über deine Pläne. Drei bis vier Gesprächsbeiträge reichen aus. Ändere danach den Plan und versuche es noch einmal.
So bringst du die Ausdrücke aus der Liste ins Gespräch
Wähle Ausdrücke, die du wirklich brauchst, lerne sie mit einer passenden Situation und verwende sie in eigenen Sätzen. Zu wissen, wann du Could you say that again? sagen kannst, ist nützlicher, als den Satz nur in einer Liste wiederzuerkennen. Beginne heute mit ein paar Wendungen und greife sie beim nächsten Üben wieder auf.