Du kannst die Wörter für eine Person, eine Handlung und einen Gegenstand kennen und trotzdem unsicher sein, wie du daraus einen Satz bildest. Die englische Grammatik erklärt diese Zusammenhänge: Wer tut etwas? Geschieht es regelmäßig oder gerade jetzt? Welchen Gegenstand meinst du? Machst du eine Aussage oder stellst du eine Frage? Grammatik hilft dir also dabei, klar auszudrücken, was du meinst.
Am Anfang liegt die Schwierigkeit oft nicht in einer besonders komplizierten Regel, sondern in mehreren kleinen Entscheidungen innerhalb eines Satzes. Brauchst du is oder does? Muss das Verb ein -s bekommen? Steht vor dem Nomen a oder the? Wenn du das System in einer sinnvollen Reihenfolge kennenlernst, kannst du diese Entscheidungen leichter nachvollziehen.
Dieser Leitfaden baut die Grundlagen Schritt für Schritt auf. Du lernst die englische Grammatik kennen, die du brauchst, um dich vorzustellen, über deinen Alltag zu sprechen, nach Informationen zu fragen und einfache Gedanken miteinander zu verbinden. Eine vollständige Sammlung aller Ausnahmen ist er nicht. Jeder Abschnitt erklärt ein Muster und zeigt direkt dazu passende Beispiele. So erkennst du sowohl den Satzbau als auch den Grund für die jeweilige Form.
Beginne mit dem Aufbau eines englischen Satzes
In einem gewöhnlichen Aussagesatz steht das Subjekt normalerweise vor dem Verb. Das Subjekt sagt, um wen oder was es im Satz geht; das Verb bezeichnet eine Handlung oder einen Zustand. Hat die Handlung ein Objekt, folgt es meist auf das Verb. Im Satz Maya reads a message. („Maya liest eine Nachricht.“) ist Maya das Subjekt, reads das Verb und a message das Objekt.
Diese Reihenfolge bestimmt die Bedeutung. Im Satz The dog follows the boy. („Der Hund folgt dem Jungen.“) ist der Hund derjenige, der folgt. Vertauschst du die beiden Nomen, folgt der Junge dem Hund. Im Deutschen kennzeichnen häufig auch die Fälle, wer welche Rolle hat, und Satzteile lassen sich leichter umstellen. Übertrage diese Freiheit nicht einfach auf das Englische. Suche zuerst das Subjekt und das Verb und ergänze dann die Angaben, die den Gedanken vervollständigen.
Nicht jeder Satz braucht ein Objekt. The baby sleeps. („Das Baby schläft.“) ist bereits vollständig. In The baby is tired. („Das Baby ist müde.“) verbindet is das Subjekt mit einer Beschreibung. In gewöhnlichen vollständigen Aussagesätzen muss das Subjekt normalerweise ausdrücklich genannt werden: It is cold. enthält it, obwohl damit kein bestimmter Gegenstand gemeint ist – ähnlich wie „es“ in „Es ist kalt“. Eine häufige Ausnahme sind Aufforderungen: Open the window. („Öffne das Fenster.“) richtet sich an die angesprochene Person, ohne you ausdrücklich zu nennen.
Pronomen: Wer handelt, und auf wen bezieht sich die Handlung?
Mit Pronomen bezeichnen wir Personen und Dinge, ohne jedes Mal ihren Namen zu wiederholen. Ihre Form kann sich je nach Aufgabe im Satz ändern. Als Subjekt verwendest du die Subjektform; nach vielen Verben und nach Präpositionen steht die Objektform. In She knows me. („Sie kennt mich.“) ist she das Subjekt und me das Objekt. Würdest du sie durch her und I ersetzen, wäre der Satz grammatisch falsch. Im Deutschen kennst du einen ähnlichen Unterschied etwa zwischen „ich“ und „mich“.
| Subjektform | Objektform | Possessivbegleiter vor einem Nomen |
|---|---|---|
| I – ich | me – mich/mir | my – mein |
| you – du/ihr/Sie | you – dich/dir, euch, Sie/Ihnen | your – dein/euer/Ihr |
| he – er | him – ihn/ihm | his – sein |
| she – sie | her – sie/ihr | her – ihr |
| it – es | it – es/ihm | its – sein |
| we – wir | us – uns | our – unser |
| they – sie | them – sie/ihnen | their – ihr |
Die letzte Spalte zeigt, zu wem eine Person oder Sache gehört: my friend („mein Freund“), their house („ihr Haus“). Diese Formen stehen vor einem Nomen. Vergleiche This is my bag. („Das ist meine Tasche.“) mit This bag is mine. („Diese Tasche gehört mir.“): mine steht für sich, ohne nachfolgendes Nomen. Richtig ist my bag, nicht the my bag. Bei Personennamen lässt sich Besitz mit 's ausdrücken: Maya's bag bedeutet „Mayas Tasche“. Anders als bei diesem deutschen Namen steht im Englischen ein Apostroph.
Mit You sprichst du eine Person oder mehrere an; auch die höfliche Anrede „Sie“ wird damit ausgedrückt. Die zugehörige Verbform bleibt dabei gleich. They kann mehrere Personen oder Dinge bezeichnen, wird aber auch für eine einzelne Person verwendet, beispielsweise wenn ihr Geschlecht unbekannt ist. Auch dann stehen Formen wie they are und they have. Lerne Pronomen als Bestandteile vollständiger Sätze, nicht nur als einzelne Wörter mit deutscher Übersetzung.
Das Verb be: Warum am, is und are wichtig sind
Das Verb be verbindet ein Subjekt mit Angaben zur Identität, zum Zustand oder zum Aufenthaltsort. In der Gegenwart verwendest du am mit I, is mit he, she, it und einem Nomen im Singular als Subjekt sowie are mit you, we, they und Nomen im Plural als Subjekt. Entscheidend ist das Subjekt, nicht das nächstgelegene Wort.
In My sister is a doctor. („Meine Schwester ist Ärztin.“) verbindet is eine Person mit ihrem Beruf. In We are tired. („Wir sind müde.“) verbindet das Verb Personen mit einem Zustand; in The keys are on the table. („Die Schlüssel liegen auf dem Tisch.“) gibt es ihren Ort an. Das Verb be darf in diesen englischen Standardsätzen nicht fehlen. Das ähnelt dem deutschen „sein“, auch wenn für Ortsangaben auf Deutsch oft „liegen“ oder „stehen“ natürlicher klingt. Auch das Alter drückst du mit diesem Muster aus: I am twenty. („Ich bin zwanzig.“)
Für eine Verneinung setzt du not hinter das Verb: She is not ready. („Sie ist nicht bereit.“) Für eine Frage stellst du das Verb vor das Subjekt: Is she ready? („Ist sie bereit?“) Füge bei diesem Muster kein do hinzu. Kurzformen wie I'm, isn't und aren't sind in Gesprächen und informellen Texten üblich.
Be ist kein allgemeines Hilfswort, das du vor jede Handlung setzt. I work. („Ich arbeite.“) braucht kein am. I am working. ist ein anderes, ebenfalls richtiges Satzmuster, das später erklärt wird. I am work. vermischt beide Muster und ist falsch.
Nomen: Singular, Plural und nicht direkt Zählbares
Ein zählbares Nomen kann einen einzelnen Gegenstand bezeichnen, den wir zählen: eine Fahrkarte, zwei Fahrkarten. Die übliche Pluralendung ist -s, allerdings gibt es unterschiedliche Schreibweisen: box–boxes („Schachtel–Schachteln“), city–cities („Stadt–Städte“), boy–boys („Junge–Jungen“). Dazu kommen unregelmäßige Pluralformen wie child–children („Kind–Kinder“). Füge keinen Apostroph hinzu, nur um einen Plural zu bilden.
Nicht zählbare Nomen verhalten sich in ihrer üblichen Bedeutung anders. Water („Wasser“), information („Informationen“) und furniture („Möbel“) werden in diesen Bedeutungen normalerweise nicht unmittelbar gezählt. Sage some information („einige Informationen“), nicht an information. Gerade „Information“ ist im Deutschen zählbar, im Englischen gilt hier jedoch ein anderes Muster. Wenn du eine Menge oder einzelne Einheiten zählen möchtest, ergänze ein passendes zählbares Nomen: two glasses of water („zwei Gläser Wasser“) oder three pieces of furniture („drei Möbelstücke“).
Ob ein Nomen zählbar ist, hängt von seiner Verwendung und Bedeutung ab – nicht allein davon, ob man die Sache in der Wirklichkeit zählen könnte. Ein Nomen kann beide Verwendungsweisen haben: chicken kann Hühnerfleisch bezeichnen, während a chicken ein einzelnes Huhn meint. In einem Lernerwörterbuch kannst du die gewünschte Bedeutung nachschlagen. Gehe nicht davon aus, dass englische Nomen immer genauso verwendet werden wie ihre deutschen Entsprechungen.
Some bezeichnet in Aussagesätzen häufig eine unbestimmte Menge: We have some rice. („Wir haben etwas Reis.“) Any ist in Verneinungen und neutralen Fragen üblich: We don't have any rice. („Wir haben keinen Reis.“) Das sind häufige Muster, keine ausnahmslosen Regeln. In Angeboten steht zum Beispiel oft some, etwa in Would you like some tea? („Möchtest du etwas Tee?“) Bei Mengenfragen verwendest du How many tickets? („Wie viele Fahrkarten?“) mit einem zählbaren Nomen im Plural und How much water? („Wie viel Wasser?“) mit einem nicht zählbaren Nomen.
Artikel: Wann brauchst du a, an, the oder keinen Artikel?
Artikel helfen deinem Gegenüber zu erkennen, welches Nomen du meinst. Verwende a/an bei einem zählbaren Nomen im Singular, wenn du ein Exemplar einer Kategorie einführst, ohne es für dein Gegenüber eindeutig zu bestimmen. Verwende the, wenn klar ist, welche Person oder Sache gemeint ist. In I bought a lamp. The lamp is blue. („Ich habe eine Lampe gekauft. Die Lampe ist blau.“) verweist der zweite Satz auf die bereits erwähnte Lampe.
Die Regel lautet also nicht einfach „erste Erwähnung, zweite Erwähnung“. Du kannst Could you close the door? („Könntest du die Tür schließen?“) fragen, ohne die Tür vorher erwähnt zu haben, wenn klar ist, welche gemeint ist. Ob du a oder an wählst, hängt vom folgenden Laut ab, nicht vom geschriebenen Buchstaben: Bei a university („eine Universität“) beginnt das Nomen mit /j/; bei an hour („eine Stunde“) beginnt es mit einem Vokallaut.
In allgemeinen Aussagen stehen Nomen im Plural und nicht zählbare Nomen oft ohne Artikel: Dogs need exercise. („Hunde brauchen Bewegung.“) Ein zählbares Nomen im Singular braucht dagegen normalerweise einen Begleiter: a book („ein Buch“), the book („das Buch“) oder my book („mein Buch“). Ein solcher Begleiter – auch Determinierer genannt – hilft dabei, das Nomen näher zu bestimmen. Die Verwendung ähnelt oft dem Deutschen, stimmt aber nicht immer überein: Bei Berufsangaben steht im Englischen zum Beispiel normalerweise ein unbestimmter Artikel. Mehr dazu findest du in der Artikelerklärung von Cambridge.
Adjektive, Adverbien und einfache Vergleiche
Ein Adjektiv beschreibt eine Person oder Sache. Es steht häufig vor einem Nomen wie in a quiet room („ein ruhiges Zimmer“) oder nach be wie in The room is quiet. („Das Zimmer ist ruhig.“) Englische Adjektive verändern sich normalerweise weder im Plural noch nach dem grammatischen Geschlecht. Das Adjektiv quiet bleibt auch in two quiet rooms („zwei ruhige Zimmer“) unverändert. Anders als das deutsche Adjektiv vor einem Nomen bekommt es also keine entsprechende Endung. Die Pluralendung gehört an das Nomen, nicht an das Adjektiv.
Ein Adverb kann beschreiben, wie eine Handlung ausgeführt wird. Vergleiche She is careful. („Sie ist vorsichtig.“), eine Beschreibung der Person, mit She drives carefully. („Sie fährt vorsichtig.“), einer Beschreibung ihrer Fahrweise. Viele Adverbien der Art und Weise enden auf -ly, doch die Endung ist kein verlässliches Erkennungsmerkmal für alle Fälle. Fast („schnell“) kann Adjektiv und Adverb sein, während friendly („freundlich“) ein Adjektiv ist. Das übliche Adverb zum Adjektiv good lautet well; im Deutschen werden beide meist mit „gut“ wiedergegeben.
Für einen Vergleich zwischen zwei Dingen bekommen viele kurze Adjektive die Endung -er: This bag is cheaper than that one. („Diese Tasche ist günstiger als die andere.“) Viele längere Adjektive werden mit more gesteigert: This chair is more comfortable. („Dieser Stuhl ist bequemer.“) Der Superlativ bezeichnet die höchste oder niedrigste Ausprägung innerhalb einer Gruppe: the cheapest bag („die günstigste Tasche“), the most comfortable chair („der bequemste Stuhl“). Manche Formen sind unregelmäßig, etwa good–better–best („gut–besser–am besten“). Lerne bei neuen Adjektiven die Steigerungsformen mit, wenn du sie brauchst. Verbinde die beiden Vergleichsmuster nicht zu falschen Formen wie more cheaper.
Have und there is: Besitz und Vorhandensein unterscheiden
Mit have sprichst du über Besitz sowie viele persönliche Beziehungen oder Eigenschaften. Im Present Simple steht has bei he, she, it und einem Nomen im Singular als Subjekt: Maya has a bicycle. („Maya hat ein Fahrrad.“) Fragen und Verneinungen dieses Musters bildest du mit do/does: Does Maya have a bicycle? („Hat Maya ein Fahrrad?“) Nach does lautet das Vollverb have, nicht has. Das ist die Grundform: die Wörterbuchform ohne to, zum Beispiel have, work oder go.
Du wirst auch have got begegnen, besonders bei Besitzangaben im gesprochenen britischen Englisch. Diese Konstruktion hat ein eigenes Fragemuster: Have you got a bicycle? („Hast du ein Fahrrad?“) Beide Konstruktionen sind nützlich, aber vermische sie nicht zu Do you have got ...? Bleibe beim Üben zunächst konsequent bei einem Muster.
There is und there are führen etwas ein, das existiert oder vorhanden ist, ähnlich dem deutschen „es gibt“. Mit There is a shop near my house. („In der Nähe meines Hauses gibt es ein Geschäft.“) erwähnst du ein Geschäft; für den Plural verwendest du There are two shops. („Es gibt zwei Geschäfte.“) Vergleiche damit The shop is near my house. („Das Geschäft ist in der Nähe meines Hauses.“) Hier steht bereits fest, welches Geschäft gemeint ist, und du beschreibst seinen Standort. In den einführenden Sätzen bedeutet there nicht „dort“ im räumlichen Sinn.
Present Simple: Gewohnheiten, Tatsachen und aktuelle Situationen
Das Present Simple verwendest du für Gewohnheiten, allgemeine Tatsachen und Situationen, die du als zurzeit grundsätzlich zutreffend darstellst. I walk to work. („Ich gehe zu Fuß zur Arbeit.“) beschreibt eine Gewohnheit, nicht unbedingt eine Handlung im Moment des Sprechens. She lives near the station. („Sie wohnt in der Nähe des Bahnhofs.“) beschreibt ihre aktuelle Wohnsituation und behauptet nicht, dass sie für immer dort wohnen wird.
Bei den meisten Verben verwendest du mit I, you, we, they die Grundform. Bei he, she, it oder einem Nomen im Singular als Subjekt hängst du -s oder die passende Schreibvariante an: works, watches, studies. In Fragen und Verneinungen trägt does bereits die Kennzeichnung für die dritte Person Singular. Deshalb steht das Vollverb wieder in der Grundform: Does she work here? („Arbeitet sie hier?“) und She doesn't work here. („Sie arbeitet nicht hier.“)
Bei I, you, we, they und Nomen im Plural als Subjekt verwendest du in solchen Fragen do und in Verneinungen do not, meist verkürzt zu don't: Do they work here? („Arbeiten sie hier?“) und They don't work here. („Sie arbeiten nicht hier.“) Das Vollverb bleibt in der Grundform. Denk daran, dass be dem weiter oben erklärten eigenen Muster folgt.
Häufigkeitsadverbien wie often („oft“) und usually („gewöhnlich“) stehen meist vor dem Vollverb, aber nach be: I usually cook. („Ich koche gewöhnlich.“) und I am usually busy. („Ich bin gewöhnlich beschäftigt.“) Das Present Simple kann auch Fahrpläne und feste Zeitpläne beschreiben. Lerne zuerst die wichtigsten Bedeutungen und danach seltenere Verwendungen. Die Erklärung zum Present Simple beim British Council bietet weitere Übungsmöglichkeiten.
Present Continuous: laufende Handlungen und vorübergehende Situationen
Das Present Continuous besteht aus am/is/are und der anschließenden -ing-Form. Beide Teile sind notwendig: Richtig ist I am reading. („Ich lese gerade.“), nicht I reading. Die Konstruktion stellt eine Handlung als gerade im Verlauf dar. Das kann genau diesen Augenblick betreffen oder einen vorübergehenden Zeitraum um die Gegenwart herum. Im Deutschen verwenden wir dafür häufig einfach das Präsens und ergänzen bei Bedarf Wörter wie „gerade“.
Vergleiche She works in a hotel. („Sie arbeitet in einem Hotel.“) mit She is working in a hotel this month. („Diesen Monat arbeitet sie in einem Hotel.“) Der erste Satz beschreibt ihre Arbeit als gegenwärtig allgemein gültige Situation. Der zweite hebt hervor, dass sie diese Tätigkeit vorübergehend ausübt. Sie muss dabei nicht genau in der Sekunde arbeiten, in der du den Satz sagst. Entscheidend ist die Bedeutung, die du ausdrücken möchtest, nicht allein das Vorhandensein einer Zeitangabe.
Viele Verben, die Zustände beschreiben, stehen normalerweise in den einfachen Formen. Dazu gehören know („wissen/kennen“) und need („brauchen“) in ihrer üblichen Zustandsbedeutung. Sage I know the answer. („Ich weiß die Antwort.“), auch wenn du von jetzt sprichst. Manche Verben verändern ihre Bedeutung je nachdem, ob sie in einer einfachen Form oder einer Verlaufsform stehen. Mache aus dieser Grundregel deshalb nicht die Behauptung, ein bestimmtes Verb könne niemals eine -ing-Form haben.
Past Simple: über einen abgeschlossenen Zeitraum sprechen
Das Past Simple ordnet ein Ereignis oder eine Situation einem abgeschlossenen Zeitraum in der Vergangenheit zu. Dieser Zeitpunkt kann ausdrücklich genannt werden, etwa in We visited our friends yesterday. („Wir haben gestern unsere Freunde besucht.“), oder aus dem Gespräch hervorgehen. Der Satz braucht also nicht das Wort yesterday, um in dieser Zeitform zu stehen. Entscheidend ist der Bezug auf einen abgeschlossenen Zeitraum, nicht ein bestimmtes Signalwort. Im Deutschen lässt sich das je nach Zusammenhang mit Perfekt oder Präteritum wiedergeben.
Regelmäßige Verben bilden die Vergangenheitsform normalerweise mit -ed, wobei sich die Schreibweise gegebenenfalls anpasst. Unregelmäßige Formen musst du mitlernen: go–went („gehen–ging“), see–saw („sehen–sah“). Für gewöhnliche Fragen und Verneinungen mit diesen Handlungsverben verwendest du did oder didn't und die Grundform: Did you go? („Bist du hingegangen?“) und I didn't go. („Ich bin nicht hingegangen.“) Die Vergangenheitsinformation steckt bereits in did; deshalb ist didn't went falsch.
Be hat in der Vergangenheit ein anderes Muster: I/he/she/it was und you/we/they were. Richtig sind Was she at home? („War sie zu Hause?“) und She wasn't at home. („Sie war nicht zu Hause.“), jeweils ohne did. Achte beim Üben bewusst auf den Unterschied zwischen be und gewöhnlichen Vollverben.
Über die Zukunft sprechen: will, going to und Verabredungen
Im Englischen gibt es mehrere Möglichkeiten, über die Zukunft zu sprechen. Will mit anschließender Grundform kann eine Vorhersage, ein Versprechen oder einen Entschluss im Moment des Sprechens ausdrücken. Wenn du bemerkst, dass jemand Mühe mit einer Tasche hat, kann I'll help you. („Ich helfe dir.“) deine spontane Entscheidung ausdrücken. Die verneinte Kurzform won't steht für will not.
Be going to mit anschließender Grundform bezeichnet häufig eine bereits bestehende Absicht oder eine Vorhersage aufgrund sichtbarer Anzeichen in der Gegenwart. I'm going to study tonight. („Ich habe vor, heute Abend zu lernen.“) beschreibt einen Plan, den du schon gefasst hast. In dieser Konstruktion darf am/is/are nicht fehlen; I going to study ist unvollständig.
Das Present Continuous kann eine vereinbarte zukünftige Handlung beschreiben: We're meeting our teacher tomorrow. („Wir treffen uns morgen mit unserer Lehrkraft.“) Die Verwendungen dieser Formen können sich überschneiden; welche natürlich klingt, hängt vom Zusammenhang ab. Setze will nicht automatisch für jeden Gedanken an die Zukunft ein. Auch im Deutschen drückt oft schon das Präsens Zukünftiges aus. Überlege zuerst, ob du gerade eine Entscheidung bekannt gibst, eine Absicht beschreibst oder auf eine Verabredung verweist.
Present Perfect: ein erster Blick auf den Bezug zur Gegenwart
Das Present Perfect besteht aus have/has und dem Past Participle, das oft als dritte Verbform bezeichnet wird. Bei regelmäßigen Verben ist seine Schreibweise mit der Vergangenheitsform auf -ed identisch; bei unregelmäßigen Verben kann sie sich unterscheiden, etwa in write–wrote–written („schreiben–schrieb–geschrieben“). Das Present Perfect verbindet eine vergangene Situation mit der Gegenwart, anstatt sie lediglich einem abgeschlossenen Zeitraum zuzuordnen. Trotz des ähnlichen Aufbaus kannst du es nicht immer wie das deutsche Perfekt verwenden.
Zum Beispiel kann I have lost my key. („Ich habe meinen Schlüssel verloren.“) erklären, warum du die Tür jetzt nicht öffnen kannst. I lost my key yesterday. („Ich habe gestern meinen Schlüssel verloren.“) ordnet den Verlust dagegen ausdrücklich einem abgeschlossenen Zeitraum zu. Das Present Perfect wird normalerweise nicht mit einer Angabe wie yesterday verbunden, die eine abgeschlossene Zeit bezeichnet. Es beschreibt außerdem Erfahrungen bis heute und manche Situationen, die weiterhin bestehen: I have lived here for two years. bedeutet hier „Ich wohne seit zwei Jahren hier.“ Die Person wohnt also immer noch dort. Im Deutschen steht dafür das Präsens. Dieser Überblick ist ein Einstieg; weitere Verwendungen findest du in der Erklärung zum Present Perfect beim British Council.
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Fragen und Verneinungen: das richtige Satzmuster wählen
Englische Fragen entstehen nicht immer durch das Einfügen desselben Hilfsworts. Sieh dir zuerst die Verbkonstruktion an. Bei be stellst du das Verb vor das Subjekt. Bei einem gewöhnlichen Vollverb im Present Simple oder Past Simple brauchen die meisten Fragen do/does/did. Bei einem Modalverb wie can stellst du dieses Verb vor das Subjekt. Die Tabelle zeigt außerdem have als Hilfsverb im Present Perfect.
| Aussage | Frage | Verneinung |
|---|---|---|
| She is ready. (Sie ist bereit.) | Is she ready? (Ist sie bereit?) | She isn't ready. (Sie ist nicht bereit.) |
| She works here. (Sie arbeitet hier.) | Does she work here? (Arbeitet sie hier?) | She doesn't work here. (Sie arbeitet nicht hier.) |
| She can help. (Sie kann helfen.) | Can she help? (Kann sie helfen?) | She can't help. (Sie kann nicht helfen.) |
| She has finished. (Sie ist fertig.) | Has she finished? (Ist sie fertig?) | She hasn't finished. (Sie ist noch nicht fertig.) |
Bei einer zusammengesetzten Verbform stellst du für eine Frage das erste Hilfsverb vor das Subjekt. Für eine Verneinung setzt du not dahinter: Is she working? („Arbeitet sie gerade?“) und She isn't working. („Sie arbeitet gerade nicht.“) Das Hilfsverb have in Has she finished? verhält sich anders als das Vollverb für Besitz in Does she have a bicycle? („Hat sie ein Fahrrad?“) Fragewörter stehen normalerweise vor dem Fragemuster: Where does she work? („Wo arbeitet sie?“) Füge kein weiteres do hinzu, wenn bereits ein passendes Hilfsverb vorhanden ist.
Eine häufige Ausnahme sind Fragen nach dem Subjekt selbst. In der neutralen Frage Who works here? („Wer arbeitet hier?“) nimmt who die Stelle des Subjekts ein. Deshalb steht hier kein does. Vergleiche damit Who does she help? („Wem hilft sie?“) Hier ist she weiterhin das Subjekt, und du fragst nach dem Objekt. Mehr zu diesem Unterschied erklärt der Cambridge-Leitfaden zu Fragen mit Fragewörtern.
Can, should und must: Fähigkeit, Rat und Notwendigkeit
Modalverben ergänzen ein anderes Verb um Bedeutungen wie Fähigkeit, Erlaubnis, Rat oder Notwendigkeit. Für den Einstieg sind can, should und must besonders nützlich. Nach ihnen steht die Grundform ohne to, und sie erhalten in der dritten Person kein -s. Richtig ist She can swim. („Sie kann schwimmen.“), nicht She cans to swim.
Can kann eine Fähigkeit bezeichnen oder dazu dienen, um Erlaubnis zu bitten: Can I sit here? („Darf ich hier sitzen?“) Should leitet häufig einen Rat ein: You should rest. („Du solltest dich ausruhen.“) Must kann eine verbindliche Anforderung ausdrücken: You must show your ticket. („Du musst deine Fahrkarte vorzeigen.“) Das sind wichtige Grundbedeutungen, aber nicht alle möglichen Verwendungen.
Pass bei Verneinungen auf. You mustn't enter. bedeutet „Du darfst nicht eintreten“: Der Zutritt ist verboten. You don't have to enter. bedeutet „Du musst nicht eintreten“: Es ist nicht nötig, aber auch nicht verboten. Die Bedeutungen sind nicht austauschbar. Insbesondere entspricht das englische verneinte Modalverb hier nicht dem deutschen „nicht müssen“. Have to drückt ebenfalls Notwendigkeit aus, bildet grammatisch aber Formen wie Does she have to ...? („Muss sie …?“) Näheres findest du in der Erklärung zu must von Cambridge.
Präpositionen: Zeit, Ort und Bewegung beschreiben
Präpositionen verbinden ein Nomen oder Pronomen mit dem Rest des Satzes. Sie können einen Ort, einen Zeitpunkt oder eine Richtung angeben. Ihre Bedeutungen entsprechen selten in jedem Zusammenhang demselben deutschen Wort. Deshalb ist es hilfreicher, eine Präposition zusammen mit der zugehörigen Wendung zu lernen, als überall dieselbe Übersetzung einzusetzen.
Bei Ortsangaben beschreibt in etwas oft als innerhalb eines Bereichs oder Raums, on als auf einer Oberfläche und at als an einem Punkt oder an einem mit einer Tätigkeit verbundenen Ort. Vergleiche in the box („in der Schachtel“), on the desk („auf dem Schreibtisch“) und at the bus stop („an der Bushaltestelle“). Diese Muster sind ein Einstieg, keine vollständigen Definitionen. Feste Wendungen wie on the bus („im Bus“) musst du ebenfalls lernen.
Bei Zeitangaben steht at bei Uhrzeiten, on bei Tagen und Datumsangaben und in bei Monaten, Jahren und Jahreszeiten. Daraus ergeben sich at seven („um sieben“), on Monday („am Montag“) und in September („im September“). Wendungen wie next Monday („nächsten Montag“) und last year („letztes Jahr“) brauchen normalerweise keine dieser Präpositionen. Für eine Bewegung zu einem Ziel verwendest du häufig to, etwa in go to school („zur Schule gehen“). Die übliche Wendung für „nach Hause gehen“ lautet jedoch go home, ohne to. Achte auf solche Verbindungen und notiere sie vollständig.
Gedanken mit and, but und because verbinden
Wenn du einen einfachen Satz bilden kannst, verbinde ihn mit einem zweiten Gedanken. And („und“) ergänzt eine Information, but („aber“) stellt einen Gegensatz her und because („weil“) nennt einen Grund. Die Verbindung soll ausdrücken, was du meinst, und den Satz nicht nur verlängern.
In I want to practise, but I am tired. („Ich möchte üben, aber ich bin müde.“) steht der zweite Teil im Gegensatz zum ersten. In I am studying because I have a test tomorrow. („Ich lerne, weil ich morgen einen Test habe.“) erklärt er den Grund. Jeder Teil braucht weiterhin einen korrekten inneren Aufbau. Anders als im deutschen Nebensatz mit „weil“ wandert das englische Verb dabei nicht ans Satzende. Auch ein längerer Satz braucht ein Subjekt, eine passende Verbform und die erforderlichen Artikel.
Übe diese Verknüpfungen nach und nach. Zwei klar miteinander verbundene Gedanken sind ein guter Ausgangspunkt, bevor du längere Sätze mit mehreren Nebensätzen bildest. Prüfe beim Schreiben sowohl die Grammatik der einzelnen Teile als auch, ob das Bindewort den beabsichtigten Zusammenhang ausdrückt.
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So lernst du englische Grammatik mit Blick auf die Bedeutung
Wähle eine konkrete Aufgabe und die Grammatik, die du dafür brauchst. Um dich vorzustellen, übst du Pronomen, be und einfache Nomengruppen. Um deinen Tagesablauf zu beschreiben, beschäftigst du dich mit dem Present Simple. Um von einer kürzlichen Reise zu erzählen, beginnst du mit dem Past Simple. Dadurch bekommt jede neue Form einen Zweck. Wenn ein Satz unvollständig wirkt, erkennst du leichter, welche Information noch fehlt.
Schreibe nach dem Lesen einer Regel einige Sätze, die für dich zutreffen oder die du gebrauchen kannst. Tausche das Subjekt aus, bilde eine Verneinung und stelle eine Frage. Prüfe dabei, welche Wörter sich ändern müssen. Erkläre anschließend den Bedeutungsunterschied zwischen zwei Formen, zum Beispiel zwischen einer Gewohnheit und einer gerade laufenden Handlung. Wenn du den Unterschied nicht erklären kannst, sieh dir die beschriebene Situation noch einmal an, nicht nur die Endung.
Ordne deine Fehler nach ihrer Art. Ein fehlendes Subjekt, eine falsche Verbform und ein fehlender Artikel brauchen unterschiedliche Erklärungen. Wenn du nur das auffällige Wort verbesserst, ohne seine Aufgabe zu verstehen, fällt es dir später schwerer, einen anderen Satz zu bilden. Wiederhole dasselbe Muster mit neuen Vokabeln und suche es in kurzen Texten und Hörbeispielen.
Wortschatz und Grammatik ergänzen sich. Mit den Vokabelübungen von LuvStudy kannst du Wortbedeutungen und Schreibweisen üben und dir die Wörter anhören. Verwende die vertrauten Wörter anschließend in eigenen Sätzen. Der Vokabeltrainer bewertet die Grammatik frei geschriebener Sätze nicht automatisch. Prüfe solche Sätze anhand einer verlässlichen Grammatikquelle oder mit jemandem, der dir fundierte Rückmeldung geben kann.
Überprüfe die wichtigsten Regeln
Diese Aufgaben wiederholen Regeln, die der Artikel bereits erklärt hat. Wähle die Antwort, die sowohl zur Form als auch zur Bedeutung passt. Die Erklärungen zeigen dir, welche Abschnitte du noch einmal ansehen solltest, damit du aus der Übung mehr mitnimmst als nur eine Punktzahl.
- Wähle die richtige Verbform: My sister ___ at home. (am / is / are)
- Wähle den Artikel für eine nicht näher bestimmte Stunde: We need ___ hour. (a / an)
- Korrigiere diese Frage: Does he works here?
- Beschreibe eine Handlung, die gerade stattfindet: Please wait. I ___ a message. (write / am writing)
- Korrigiere diese Verneinung: We didn't went out yesterday.
- Drücke aus, dass etwas nicht nötig ist, ohne es zu verbieten: You ___ bring food; we have enough. (mustn't / don't have to)
- Frage, welche Person hier arbeitet: Who ___ here? (work / works)
- Wähle das richtige Pronomen: Please send the address to ___. (I / me)
Lösungen und Erklärungen
- My sister is at home. („Meine Schwester ist zu Hause.“) Zum Subjekt im Singular gehört is; das Verb verbindet es mit einer Ortsangabe.
- We need an hour. („Wir brauchen eine Stunde.“) Das Wort hour beginnt mit einem Vokallaut, weil das h am Anfang nicht ausgesprochen wird.
- Does he work here? („Arbeitet er hier?“) Does trägt bereits die Kennzeichnung für die dritte Person Singular. Deshalb steht das Vollverb in der Grundform.
- Please wait. I am writing a message. („Warte bitte. Ich schreibe gerade eine Nachricht.“) Das Present Continuous stellt die Handlung als gerade im Verlauf dar; sowohl am als auch writing sind notwendig.
- We didn't go out yesterday. („Wir sind gestern nicht ausgegangen.“) Nach didn't steht die Grundform go, nicht die Vergangenheitsform went.
- You don't have to bring food; we have enough. („Du musst kein Essen mitbringen; wir haben genug.“) Essen mitzubringen ist nicht nötig. Mustn't würde dagegen ein Verbot ausdrücken.
- Who works here? („Wer arbeitet hier?“) Diese neutrale Frage fragt nach dem Subjekt. Deshalb wird kein does ergänzt, und das Verb behält seine Form für die dritte Person Singular im Present Simple.
- Please send the address to me. („Schick mir bitte die Adresse.“) Nach der Präposition to steht das Pronomen in der Objektform.
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Wie du danach weiterlernst
Eine gute Grundlage hast du, wenn du einen klaren Satz bilden, daraus eine Frage oder Verneinung machen und die wichtigsten verwendeten Formen erklären kannst. Du musst dir nicht sofort jeden Fachbegriff merken. Du solltest aber beispielsweise eine Beschreibung mit be von einer Handlung mit einem gewöhnlichen Verb unterscheiden können – ebenso wie eine Gewohnheit von einer gerade laufenden Handlung.
Vertiefe von dort aus jeweils einen Bereich: Beschäftige dich genauer mit den Zeitformen, untersuche die Artikelwahl in verschiedenen Zusammenhängen, lerne häufige Verbmuster und übe längere zusammenhängende Äußerungen. Grammatik wird durch die wiederholte Begegnung mit sinnvollen Sätzen anwendbar. Bewahre diesen Leitfaden als Nachschlagehilfe auf und kehre jeweils zu dem Abschnitt zurück, der deine nächste Frage beantwortet.